Mit Disease-Management-Programmen die Versorgung der Patient:innen verbessern1
Die strukturierte medizinische Versorgung chronisch kranker Patient:innen ist das primäre Ziel von Disease-Management-Programmen (DMP). Dadurch soll die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten und Komplikationen reduziert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.1
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Nationale G-BA-Richtlinie für das DMP KHK mit Vorgaben zum Lipidmanagement2
Das Lipidmanagement bietet großes Potenzial für die Verbesserung der ambulanten Versorgung in Deutschland.3–5 Schon eine optimierte lipidsenkende Therapie kann die Prognose von KHK-Patient:innen entscheidend verbessern und das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis reduzieren.6
Im DMP KHK sind aktuelle Evidenzen zur Lipidtherapie berücksichtigt – eine Behandlung nach ESC/EAS-Dyslipidämie-Leitlinien ist möglich.
Aktuelle DMP KHK Richtlinie7
LDL-C-Zielwert < 70 mg/dl (1,8 mmol/I) oder, falls der LDL-C-Ausgangswert zwischen 70 mg/dl (1,8 mmol/l) und 135 mg/dl (3,5 mmol/l) liegt, eine mind. 50%ige Reduktion oder Hochdosisstrategie in Rücksprache mit Patient:innen
Initialer Einsatz von Statinen; falls Zielwerte durch Statine nicht erreicht werden: zusätzlicher Einsatz von Ezetimib
Mindestens jährliche Kontrolle der relevanten Laborparameter
- 9a) Aktuelle Statin-Dosis (hoch/moderat/niedrig/kein Statin/Kontraindikation gegen Statin)
- 9b) Aktuelle Therapiestrategie Statin (feste Hochdosisstrategie/Zielwertstrategie/keine Strategie vereinbart)
- 9c) Grund für moderate oder niedrige Statin-Dosis (Aufdosierungsphase/LDL-C-Zielwert erreicht/Kontraindikation gegen Hochdosis/Ablehnung durch Patient:in/keine Begründung)
- 4a) Hoher Anteil von Teilnehmer:innen, die Statine erhalten
- 4b) Hoher Anteil von Teilnehmer:innen, die eine leitliniengerechte Statintherapie erhalten
Die Bedeutung für die tägliche Praxis
Die LDL-C-Zielwertstrategie gibt Patient:innen die Chance auf eine nachhaltige Senkung des CV-Risikos.
Die regelmäßige Kontrolle der relevanten Laborparameter – darunter jetzt auch LDL-C – sorgt für ein kontinuierliches Monitoring. So kann bei Nichterreichen des Zielwertes früher als vormals eine Steigerung der Therapie angegangen werden.
Klare Empfehlung zur Stufentherapie: Wenn die Standardtherapie zur Senkung der LDL-C-Werte nicht ausreicht, soll auf alternative Lipidsenker zurückgegriffen und bei Bedarf in Absprache zwischen Haus- und Fachärzt:innen die Therapie weiter eskaliert werden.
Eine Begründung für moderate oder geringe Statin-Dosierung ist in der Dokumentation der Lipidtherapie durch konkrete Parameter erforderlich:
- Statin-Dosis
- Statin-Therapiestrategie
- Grund für Abweichung von Statin-Hochdosistherapie
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Referenzen
- Disease-Management-Programme. www.g-ba.de/themen/disease-management-programme/. Letzter Zugriff: 15.3.2025.
- Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die 18. Änderung der DMP-Anforderungen - Richtlinie (DMP-A-RL) vom 22. November 2019 – Änderung der Anlage 5 (DMP KHK) und Anlage 6 (KHK Dokumentation). www.g-ba.de/downloads/39-261-4042/2019-11-22_DMP-A-RL_Anlage-5-6-KHK_BAnz.pdf. Letzter Zugriff: März 2025.
- Scheidt-Nave C et al. Bundesgesundheitsblatt. 2013;56:661–667.
- März W et al. Atherosclerosis. 2018;268:99–107.
- Fox KM et al. Clin Res Cardiol. 2018;107:380–388.
- Mach F et al. Eur Heart J. 2020;41(1):111–188.
- www.g-ba.de/downloads/40-268-6156/2019-11-22_DMP-A-RL_Anlage-5-6-KHK_TrG.pdf. Letzter Zugriff März 2025.
