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Prof. Schettler: Erfolgsfaktoren kardiovaskulärer Versorgung

Welche sind aus Ihrer Sicht die Erfolgsfaktoren in der Versorgung kardiovaskulärer (Hoch) Risikopatient?

Ja, das fängt eigentlich so bereits beim Hausarzt an. Wenn die Awareness besteht in der täglichen Praxis, dann schaffen die Kolleginnen und Kollegen auf niedergelassenen Bereich auch insbesondere so die Hochrisikopatienten zu screenen.

Ganz, ganz wichtig ist, dass wir die Familienanamnese und das Screening von auffälligen Patienten natürlich mit berücksichtigen.

Und ja, an der Anwendung ist natürlich auch wichtig, dass die Leitlinien berücksichtigt finden und dass man einfach, wenn die Leitlinien angewandt werden, dass man natürlich

sicherlich am Anfang an die Therapielinien denkt, wie beispielsweise Statine oder den Einsatz von Ezetimib und dass man dann entsprechend früh die Therapie beginnt.

Das ist leider nicht bei dem einen oder anderen Kolleginnen und Kollegen sozusagen präsent, dieser frühe Therapiebeginn. Manchmal brauchen die Kolleginnen und Kollegen doch etwas länger, was ganz wichtig ist. Und das versuchen wir auch immer mit den Kollegen zu besprechen, dass wir intensiv und schnell die LDL-Zielwerte erreichen wollen. Und da sind tatsächlich, wenn wir jetzt Hochrisikopatienten haben, ein LDL-Cholesterin von 55 mg/dl zu senken.

Wichtig ist, auch wenn das nicht erreichbar ist, das ist ganz wichtig, dass die Kollegen einen Ansprechpartner haben oder eine Ansprechpartnerin in Ihrer Region, wo Sie dann sagen können, OK, hier bin ich am Ende. Hier brauche ich vielleicht eine Beratung oder einen Tipp, um dann entsprechend meine weiterführende lipidsenkende Therapie für diesen Patienten zu initiieren.

Und deswegen ist es so wichtig, dass wir ein Kompetenznetzwerk brauchen, mit Ärztlichen und Kolleginnen und Kollegen, die natürlich davon überzeugt sind, dass wir diese Patienten optimal und sachgerecht therapieren.


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